Da Kuah auf da Spur 
21. Mai 2026

Da Kuah auf da Spur 

Das Tourenprojekt der Molkerei Berchtesgadener Land rückt mit zwei neuen Routen im Mangfalltal den Zusammenhang von Bio-Landwirtschaft und Trinkwasserqualität in den Mittelpunkt.

Mit dem Projekt „Da Kuah auf da Spur“ macht die Molkerei Berchtesgadener Land seit 2025 die Herkunft ihrer Milch zwischen Watzmann und Zugspitze erlebbar. Die ersten Touren waren Wanderrouten im Berchtesgadener Land und im Chiemgau. Nun wächst das Tourenangebot weiter: Zwei neu entwickelte Wander- und Radrouten führen durch das Mangfalltal und erzählen die Geschichte einer der wichtigsten Lebensadern Oberbayerns. Im Zentrum stehen das Wasserschloss Reisach und das Mangfalltal als Schlüssel für die Trinkwasserversorgung der Landeshauptstadt München und damit ein oft übersehener Zusammenhang zwischen Bio-Milch und sauberem Trinkwasser.

 

Was auf den ersten Blick wie ein idyllisches Voralpengewässer wirkt, ist in Wahrheit Teil eines hochsensiblen Systems. Das Mangfalltal speist mit rund 75 Prozent einen Großteil des Münchner Trinkwassers, und das schon seit über 140 Jahren. Seit über 30 Jahren schützen die Stadtwerke München das Einzugsgebiet konsequent durch die Unterstützung der landwirtschaftlichen Betriebe bei der Umstellung auf ökologische Wirtschaftsweise. 44 Betriebe liefern ihre Naturland-Bio-Milch an die Molkerei Berchtesgadener Land. Genau hier setzen die neuen Touren an. Sie führen entlang historischer Wasserbauten, durch Wiesen und Wälder, die zugleich Nutzfläche und Schutzraum sind, und zeigen auf, was nachhaltige, ökologische Landwirtschaft mit höchster Trinkwasserqualität zu tun hat.

 

Das Wasserschloss Reisach markiert dabei einen zentralen Punkt. Von hier aus wird das Wasser gefasst und über ein ausgeklügeltes System Richtung München geleitet. Die Highlights der Touren erklären, wie Quellschutzgebiete funktionieren, warum Landwirte hier auf mineralische Düngemittel und Pflanzenschutzmittel verzichten und welche Rolle die Bio-Landwirtschaft im Mangfalltal dabei spielt. Fachbegriffe wie „Wasserschutzgebiet“ oder „Extensivierung“ werden vor Ort und digital eingeordnet: Biologisch wirtschaften heißt hier, weniger Ertrag zugunsten von Boden, Wasser und Artenvielfalt zu akzeptieren – ein Prinzip, das seit Jahrzehnten die Grundlage für die hohe Qualität und Reinheit des Münchner Trinkwassers bildet.

 

Gleichzeitig bleiben die neuen Routen dem Kern von „Da Kuah auf da Spur“ treu. Sie verbinden Bewegung in der Natur mit Wissen über regionale Landwirtschaft. Die Pflege der Kulturlandschaft durch die Bio-Bauern der Molkerei Berchtesgadener Land sichert damit nicht nur beste Bio-Milchqualität, sondern auch die Reinheit des Wassers. Dieser Zusammenhang ist es, den das Projekt sichtbar und auf den Wegen erlebbar macht.

 

Seit dem Start des Projekts im Jahr 2025 hat sich „Da Kuah auf da Spur“ als Brücke zwischen Stadt und Land etabliert. Die ersten Touren im Berchtesgadener Land und im Chiemgau führen auf Almen und durch Berglandschaften, erklären Almwirtschaft, Biodiversität und alpine Kultur. Die neuen Mangfalltal-Routen schlagen nun ein weiteres Kapitel auf. Sie zeigen, dass Trinkwasserschutz und Bio-Milch zusammengehören und landwirtschaftliche Verantwortung nicht an der Stalltür endet, sondern ganze Regionen umfasst – vom Berg bis in die Wasserhähne der Großstadt.

 

Alle Touren sind frei zugänglich und digital aufbereitet. Sie richten sich an Wandernde, Radfahrende und alle, die regionale Zusammenhänge besser verstehen möchten. Mit jedem Schritt wird deutlich: Wertvolle Bio-Milchprodukte von Berchtesgadener Land und reines Münchner Trinkwasser haben denselben Ursprung: das Mangfalltal, eine Landschaft, die mit Respekt genutzt wird.

Die Wandertouren bedienen verschiedene Schwierigkeitsgrade und sind auf der Homepage der Molkerei Berchtesgadener Land und auf komoot zu finden.  

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Die Wandertouren, sowie die neue Fahrradtour bedienen verschiedene Schwierigkeitsgrade und sind auf der Homepage der Molkerei Berchtesgadener Land und auf komoot zu finden.

 

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(1) Wasserschloss Reisach: Herzstück der Münchner Trinkwasserversorgung. Hier beginnt der Weg des Wassers aus dem Mangfalltal in die Landeshauptstadt – geschützt durch konsequent ökologisch bewirtschaftete Flächen.

 (2) Wer die Stufen auf den 29 Meter hohen Turm auf dem Taubenberg steigt, bekommt als Belohnung einen Blick ins Mangfalltal. Die neue Route von „Da Kuah auf da Spur“ der Molkerei Berchtesgadener Land macht sichtbar, wie eng Landschaft, Landwirtschaft und Trinkwasserschutz in Oberbayern zusammenhängen.

(3) Familie Schwabenbauer bewirtschaftet ihren Bauernhof im Mangfalltal seit 1998 ökologisch nach den Naturland-Richtlinien. Er ist einer von 44 Bio-Betrieben im Mangfalltal, die ihre Bio-Milch seit 2005 an die Molkerei Berchtesgadener Land liefern.

Bildquellen: Molkerei Berchtesgadener Land

(4) Gewachsene Kulturlandschaft erleben: Auf der Rundtour geht’s auch durch eine sich mit Baum-Strauch-Hecken und Weideflächen wechselnde mosakikartige Landschaft. Sie hat ihren Ursprung in der im Mittelalter hier üblichen Ehgarten- und Hag-Landwirtschaft.

Bildquelle:  Thomas Plettenberg

 

bsh

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