Fairer Milchpreis für Mensch und Natur
21. Oktober 2019

Fairer Milchpreis für Mensch und Natur

Berchtesgadener Land zahlt Landwirten seit Jahren fairen Milchpreis und sichert so kleinbäuerliche Existenzen.

Die Marktbedingungen für Milchbauern werden zunehmend komplexer und herausfordernder. Die Folge: Die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland ist zwischen 1950 und 2017 um mehr als 95 Prozent zurückgegangen. Die Molkerei Berchtesgadener Land hat sich zur Aufgabe gemacht, diesem Trend entgegen zu wirken. So zahlt die Genossenschaftsmolkerei ihren Landwirten seit Jahrzehnten kontinuierlich einen überdurchschnittlich hohen Milchpreis und trägt dadurch maßgeblich zur Existenzsicherung kleiner, bäuerlicher Familienbetriebe in der Alpenregion bei.

Auch in den vergangenen 10 Jahren zahlte die Molkerei Berchtesgadener Land deutlich überdurchschnittliche Milchpreise an ihre Landwirte, 2018 und ebenso aktuell sogar den deutschland- und österreichweit höchsten Milchpreis  für Bio wie auch für konventionelle Milch (siehe unten). „Kaum eine andere Branche befindet sich in einem so starken Spannungsfeld zwischen Ökologie und Ökonomie. Politik und Handel fordern von der Landwirtschaft die Erzeugung hochwertiger Lebensmittel zu möglichst geringen Preisen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen bezüglich Umwelt- und Tierschutzstandards kontinuierlich. Das stellt Milchbauern europaweit vor teils unlösbare Herausforderungen und führt vielfach zu höchster Existenznot. Wir garantieren unseren Landwirten eine feste und verlässliche Kalkulationsbasis, mit der sich Investitionen in Tierwohl und Maschinen planen und umsetzen lassen. Die Bezahlung eines konstant hohen, fairen Milchpreises ist für uns als Genossenschaftsmolkerei eines der wichtigsten Unternehmensziele“, erklärt Bernhard Pointner, Geschäftsführer der Molkerei Berchtesgadener Land. Insbesondere die Existenzsicherung kleiner landwirtschaftlicher Betriebe ist der Genossenschaftsmolkerei ein Anliegen. Dass dies gelingt, zeigen die Zahlen zum Strukturwandel: Während deutschlandweit 4,51 % der landwirtschaftlichen Betriebe in 2018 aufgaben, waren es im Einzugsgebiet von Berchtesgadener Land nur halb so viele.

Die Arbeit der Bergbauern – ein wichtiger Beitrag für Natur und Umwelt
Durch die in der Bergregion typische, extensive Wirtschaftsweise sorgen die Landwirte der Molkerei Berchtesgadener Land maßgeblich für den Erhalt der Kultur- und Naturlandschaft im Einzugsgebiet zwischen Zugspitze und Watzmann. „Nur durch einen hohen und fairen Milchpreis können unsere Landwirte ihre Höfe weiterhin traditionell und nachhaltig bewirtschaften und so unter anderem zum Erhalt der biologischen Vielfalt in der Region beitragen“, kommentiert Bernhard Pointner. Umwelt- und Naturschutz sind zentrale Themen der Genossenschaftsmolkerei. Deshalb fördert sie aktiv eine umweltverträgliche, ökologische Landwirtschaft. So sucht sie derzeit gemeinsam mit der Demeter Milchbauerngemeinschaft und Demeter Bayern Milchviehbetriebe, die ihren Hof auf biologisch-dynamische Bewirtschaftung umstellen wollen.

 

Aktuelle Milchpreise der Molkereigenossenschaft Berchtesgadener Land:

konventionelle Milch:            43,73 ct/kg *

Bergbauern-Milch:                  44,83 ct/kg *

Bio-Naturland-Milch:              52,03 ct/kg *

Bio-Demeter-Milch:                53,69 ct/kg *

* Preise Stand Sepember 2019, inkl. landwirtschaftlicher Vorsteuer von 10,7% bei 4,0% Fett, 3,4% Eiweiß.

 

 

Zweifach ausgezeichnet: Träger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2019 und Gewinner des Wettbewerbs „Die Lieferkette lebt“

Im Dezember 2018 erhielt die Molkerei Berchtesgadener Land den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2019 in der Kategorie Unternehmen mittlerer Größe. Damit würdigte die Fachjury das herausragende ökologische und soziale Engagement der bayerischen Genossenschaftsmolkerei. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist Europas größte Auszeichnung für Spitzenleistungen im Bereich Nachhaltigkeit und wird jährlich von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen vergeben.
Zudem wurde die Molkerei im Mai 2019 für ihr Engagement im Bereich Biodiversität mit dem Preis „Die Lieferkette lebt“ ausgezeichnet. Dieser wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, dem Naturschutzbund Deutschland sowie der „Biodiversity in Good Company“ Initiative verliehen.

bsh

Redaktion

Barbara Steiner-Hainz

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