Gemeinsam Zukunft Landwirtschaft gestalten

Gemeinsam Zukunft Landwirtschaft gestalten

24. agosto 2026

Was zeichnet Nachhaltigkeit auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aus? Genau dieser Frage widmete sich der Masterstudiengang Agrarmanagement der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) gemeinsam mit drei Genossenschaftsbetrieben unserer Molkerei Berchtesgadener Land. Mit großem Engagement öffneten Betriebe Johann und Zenta Posch (Nußdorf), Rudolf Kaltner (Seeon-Hölltal) sowie Wolfgang Dettendorfer (Nußdorf) ihre Hoftore für die Studierenden der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Dabei wurde deutlich: Die Antwort ist wesentlich komplexer als eine einzelne Kennzahl.

 

Wenn Hörsaal auf Kuhstall trifft

Über ein halbes Jahr analysierten die Studierenden die drei Höfe der Molkerei Berchtesgadener Land als Gesamtsystem. Neben einer klassischen einer Stärken-, Schwächen-, Chancen- und (SWOT-Analyse) untersuchten sie zehn Nachhaltigkeitsbereiche wie Humusaufbau, Emissionen, Biodiversität, Tierwohl, Klimaresilienz, Arbeitszeit und Lebensmittelkonversionseffizienz*. Deutlich wurde dabei: Was einem Bereich hilft, kann einen anderen beeinflussen. Die Optimierung eines einzelnen Bereichs führt nicht automatisch zu Verbesserungen in allen anderen. Ziel muss es daher sein, einen Hof immer als Gesamtsystem zu betrachten.

Die Ergebnisse präsentierten die Studierenden direkt auf den Höfen. So entsteht ein wertvoller Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis. Mit konkreten Handlungsempfehlungen und neuen Perspektiven für beide Seiten.

Für die teilnehmenden Familien war der hohe Aufwand der Datenerhebung eine Investition in die Zukunft. 

„Wir sehen, dass wir auf einem guten Weg sind und bereits an den richtigen Stellschrauben arbeiten.“

Fazit der Familie Dettendorfer

 

Ein Projekt, das zeigt, wie offene Betriebe, wissenschaftliche Analysen und gelebte Genossenschaft gemeinsam zukunftsträchtige Landwirtschaft weiterentwickeln.

 

*Die Lebensmittelkonversionseffizienz (LKE) beschreibt, wie gut Nutztiere Futtermittel, die der Mensch direkt essen könnte, in essbare tierische Produkte wie Fleisch, Milch oder Eier umwandeln. Sie misst das Verhältnis von verwertbarem Nahrungs-Output zu essbarem Futter-Input.