Großübung mit 70 Feuerwehrlern
27. September 2019

Großübung mit 70 Feuerwehrlern

Bei der Übung durch Rauchschwaden zu den Vermissten in der Energiezentrale der Molkerei gekämpft

Ein komplett verrauchtes Treppenhaus in der Betriebswerkstatt, Rauchschwaden im Heizungsraum der Energiezentrale und sechs vermisste Personen - so das Szenario der groß angelegten Feuerwehrübung bei der Molkerei Berchtesgadener Land. Circa 70 Feuerwehrler nahmen an der Übung in den Abendstunden in Piding teil. Unter den Augen von Kreisbrandrat Josef Kaltner und Kreisbrandinspektor Leonhard Schaller vom Inspektionsbereich Nord kämpften sich die Florianijünger zu den vermissten Personen vor und brachten alle schnell in Sicherheit nach draußen. 

Die neue Energiezentrale (siehe unten) in das Übungsszenario zu integrieren war der Molkerei Berchtesgadener Land ein besonderes Anliegen. Erst seit 2017 in Betrieb stellte sie für viele Einsatzkräfte bis dato ein unbekanntes Terrain da. Damit sich die Einsatzkräfte im Ernstfall dort schnell zurechtfinden können, spielte sich die Feuerwehr-Übung auch im Heizungsverteilungsraum der Energiezentrale der Molkerei ab.

Dort und im Treppenhaus der Betriebswerkstätte wurden je zwei Rauchmaschinen deponiert. Dadurch verrauchten die beiden Räume komplett, die Brandmeldeanlage schlug an, der Kommandant der Feuerwehr Piding, Bernhard Heimendahl, verständigte über Funk zur Übung. Innerhalb von zehn Minuten rückten die Feuerwehren aus Piding mitsamt der Jugendfeuerwehr, sowie die Feuerwehren aus Aufham, Marzoll und Bad Reichenhall an.

Die Einsatzkräfte gingen bei der Übung von sechs vermissten Personen im Gebäude der Energiezentrale aus. Mittels schwerem Atemschutz öffneten die Feuerwehrler das komplett verrauchte Treppenhaus, um zur Energiezentrale zu gelangen. Dem Rauch konnten die Florianijünger durch Betätigung der Rauchabzugsklappe am Treppenhauseingang und Aufstellen eines mobilen Lüfters zur Druckbelüftung relativ schnell Herr werden.
Vorsorglich wurde über zwei Seiten eine mobile Wasserversorgung aufgebaut.  Zwei vermisste Personen konnten die Feuerwehrler aus der Dampfkesselebene mittels Drehleiter über ein Fenster und den Einbringbalkon bergen. Die anderen vier Personen entdeckten die Einsatzkräfte anschließend in der Heizungsverteilung. Über das Treppenhaus brachten sie auch diese in Sicherheit.

Mit einer kurzen Abschlussbesprechung durch Kommandant Bernhard Heimendahl, Kreisbrandinspektor Leonhard Schaller und dem Brandschutzbeauftragten der Molkerei Franz Kern endete die erfolgreiche Übung.  Als kleines Dankeschön gab es von der Molkerei für jeden Feuerwehrler eines der neuen Sporthandtücher der Berchtesgadener Land Milch.

 

Die Energiezentrale der Molkerei

Um möglichst umweltfreundlich und zugleich effizient zu produzieren, hat die Molkerei eine eigene Energiezentrale gebaut: Im Frühjahr 2017 hat sie den Betrieb aufgenommen. Der benötigte Strom wird seitdem zu 60 % aus Gas als Primärenergie mittels Gasturbine gewonnen. Die Abgase der Gasturbine werden im nachgeschalteten Abhitzekessel zur Dampferzeugung genutzt, sodass die Energie vollständig für den Betrieb verwendet wird. Zudem wird durch eine erweiterte Wärmeauskopplung inzwischen die Restwärme des Abgasstroms nach dem Abhitzekessel zur Milcherhitzung und Gebäudeheizung genutzt.

 

bsh

Redaktion

Barbara Steiner-Hainz

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