Damit es weiter summt und brummt

Eine ökologisch stabile Kulturlandschaft ist wichtig für das Überleben der heimischen Wildbestäuber, wie z. B. Bienen und Hummeln. Das Projekt „Wild und kultiviert“ widmet sich deshalb der Erhaltung von Blühwiesen.

Die Biene gilt nach Rind und Schwein als das drittwichtigste Nutztier (1). Dies wird allerdings nicht an der Honigproduktion gemessen, sondern an ihrer Bestäubungsleistung, die dem ca. 10 bis 15 fachen des Honigertrags entspricht. Zum Beispiel wären die Erträge von Obst, Gemüse und Raps um 30 bis 90 % geringer, ohne die Bestäubungsleistung der Insekten. Verschiedene Einflüsse, nicht zuletzt eine intensive Landwirtschaft mit Monokulturen, haben die Bienenvölker in Deutschland in den letzten 50 Jahren um deutlich mehr als die Hälfte reduziert.

Von September 2015 bis Juli 2018 läuft deshalb das EuRegio Projekt „Wild und kultiviert – Regionale Vielfalt säen“ der UNESCO Biosphärenregion Berchtesgadener Land. Ziel ist es, typische Pflanzenarten der Region zu erhalten und zugleich den Bienen ein ausreichendes Nahrungsangebot zu bieten. In Zusammenarbeit mit Landwirten der Molkerei Berchtesgadener Land wird eine typische Alpen-Blühwiesen-Samenmischung entwickelt mit der z.B. artenarmes Grünland wieder angereichert werden kann. Blütenreiche Wiesen dienen dem Erhalt unserer Bienen und anderer heimischer Wildbestäuber. Aufgrund ihres hohen Kräuteranteils sind diese Wiesen aber gleichzeitig auch eine wichtige und gesunde Nahrungsquelle für unsere Kühe und damit eine ganz entscheidende Grundlage für die hohe Qualität unserer Milchprodukte.

Wir brauchen mehr artenreiches Grünland

(…), fordert Alois Kramer, einer unserer Landwirte aus dem Werdenfelser Land. Hier erzählt er, warum er sich in unserem Blühsamenprojekt engagiert.

Die Molkerei setzt sich außerdem mit folgenden Projekten aktiv für Bienen ein:

  • Auf dem Betriebsgelände wurde eine Blühwiese mit vielen ein- und zweijährigen Gräsern, Kräutern und Wiesenblumen angelegt.
  • Der Milchweg auf dem Betriebsgelände wurde um eine Bienentafel ergänzt.
  • Blühwiesensamen* werden – wie im vergangenen Jahr – wieder an Verbraucher und Landwirte verteilt, damit es auch in den Hausgärten summt.
  • Landwirte können außerdem mit einer aus 21 Gräsern und 5 Kräutern bestehenden Samenmischung ihr Grünland aufwerten.

* Die ausgewählte Blühwiesenmischung enthält 47 verschiedene heimische Kräuter und Gräser.

Für Sie: Unsere Sortenliste für Ihre Blühwiese!

(1) Quelle: Deutscher Imkerbund