Ökotest – Heft 2-2021
1. Februar 2021

Ökotest – Heft 2-2021

Stellungnahme zum aktuellen Milchtest 

Piding: Im aktuellen Milchtest im Magazin Ökotest1 wurde unsere Demeter Bio-Alpenmilch in Qualität und Geschmack mit „sehr gut“ bzw. „gut“ bewertet. Empfindlichen Punktabzug erhielt das Produkt jedoch im Testbereich „Tierwohl und Transparenz“.

Vorab: Wo unsere Milch für die Demeter Bio-Alpenmilch herkommt, ist natürlich zu 100% bekannt und nachvollziehbar: Alle Landwirte sind Mitglieder unserer Genossenschaft. Dementsprechend bekommen wir die Demeter-Milch von unseren 100 Demeter-Bauern in unserem Milcheinzugsgebiet

Mindestens 1 x jährlich unterziehen sich alle unsere Bio-Landwirte selbstverständlich der Kontrolle durch ein von der Regierung von Oberbayern zugelassenes Prüfinstitut2  hinsichtlich der EG-Bio-Verordnung und zusätzlich entsprechend der Demeter- bzw. Naturland-Richtlinien. Dort werden die Bio-Vorgaben natürlich auch bezüglich Tierhaltung und Tierwohl überprüft.

Alle unsere Landwirte haben ein gültiges Zertifikat, das heißt alle Daten sind offengelegt.  

 

Hintergrund für die Abzüge im Testbereich „Transparenz und Tierwohl“

Von Ökotest war gefordert, dass alle Landwirte, deren Milch in der Demeter-Flaschenmilch verarbeitet wird, einen Fragebogen mit 21 Fragen inkl. Stallbauplänen beantworten sollten – was in Zeiten des coronabedingten Sonderlockdowns im Berchtesgadener Land nur schwer umzusetzen war! Dazu kommt, dass unsere Demeter-Milch nicht von einem großen Betrieb mit 1.000 Kühen, sondern von 100 oft kleinen und zum Teil im Nebenerwerb geführten Familienbetrieben stammt. Wir wollten unseren Landwirten diesen bürokratischen Aufwand ersparen. Wir haben mit bestem Wissen und Gewissen einen Querschnitt unserer Demeter-Höfe ausgewählt und sechs Landwirte gebeten, den Fragebogen auszufüllen.

Es tut uns vor allem für unsere Demeter-Landwirte leid, dass ihre wertvolle und qualitativ hochwertige Milch nun mit dem auch für uns absolut unzufriedenstellenden Testergebnis „befriedigend“ belegt wurde, weil wir als Molkerei entschieden hatten, mit dieser Auswahl an Betrieben zu antworten. Diese Vorgehensweise wurde im Punkt Transparenz von Ökotest nur mit „ausreichend“ bewertet.

 

Haltung der Kühe nach den Demeter-Erzeugerrichtlinien

Demeter-Kühe behalten ihre Hörner. Und natürlich wird allen Demeter-Kühen Bewegung gewährt, wie übrigens allen Kühen, die Milch für die Markenprodukte der Molkerei Berchtesgadener Land liefern: entweder durch Laufstall- oder in Kombinationshaltung.

Demeter, der älteste anerkannt ökologische Anbauverband in Deutschland, verbietet das Veröden der Hornanlagen, denn im Rahmen der biodynamischen Wirtschaftsweise gilt das Horn als wesensgemäß fürs Rind. Dieser besonderen Herausforderung stellen sich Demeter-Landwirte: Beim Bau eines Laufstalls muss dieser deutlich größer dimensioniert werden, damit rangniedere Tiere ranghöheren Tieren besser ausweichen können.

Neben dem Laufstall ist in der Bergregion seit Jahrhunderten die Kombinationshaltung üblich. Die Kühe weiden im Sommer, im Winter stehen sie im Stall – wobei mind. 2 x pro Woche ein Auslauf auch im Winter gewährt wird.

Diese in den Demeter- und auch den anderen Bio-Richtlinien zugelassene Kombinationshaltung wurde im Test abgewertet hinsichtlich Tierwohl.

 

Mehrwegflasche mit Vakuumverschluss für höchste Produktsicherheit

Als einzige Flaschenmilch im gesamten Test braucht unser Produkt einen Flaschendeckel. Dieser Twist-off-Deckel enthält PVC - was als weiterer Mangel im Test gewertet wurde.

Produktsicherheit ist für Berchtesgadener Land oberste Priorität. Die für die Demeter Bio-Alpenmilch verwendete braune Mehrwegflasche ist daher mit einem Twist-off-Deckel und einem Sicherheitsetikett ausgestattet. Der Deckel ermöglicht ein Vakuum nach der Befüllung. Beim ersten Öffnen knackt der Deckel und das Sicherheitsetikett reißt ab. So weiß der Verbraucher, dass die Flasche originalverschlossen war.

Der verwendete Twist-off-Deckel enthält eine Dichtung aus PVC, die für die Abpackung von Lebensmitteln zugelassen ist. Hierzu liegen uns von unseren Lieferanten die entsprechenden Bestätigungen vor. An einer PVC-freien Alternative arbeiten wir im Rahmen unserer nachhaltigen Verpackungsstrategie.

bsh

Redaktion

Barbara Steiner-Hainz

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